Ist Schnelllesen Betrug? Beitrag zur Kritik an der Weiterbildungsbranche.

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Jenseits des Bildungswettbewerbs hei√üt es noch B√ľcher zu lesen

Mit den Anf√§ngen der privaten Bildungsmaschinerie in den 90ern glaubte man, dass Informationen vor allem schnell aufgenommen werden m√ľssen. Einzelne Savants wie Kim Peak, die tats√§chlich derart schnell Informationen lesen und verarbeiten konnten, begr√ľndeten daher die Hoffnung, dass wir geniale F√§higkeiten in uns entdecken k√∂nnen. Hiermit begann der Trend zur Schnelllese-Abzocke. Zuvor hatten bereits selbsternannte Bildungs- und Mentalstrategen Neuro-Linguistisches Programmieren,¬†Hypnotherapie, Suggestop√§die oder aus der amerikanischen Neugeist-Bewegung entsprungenes Positives Denken¬†propagiert. Die neuen Strategien, die sich aus dem Erfolg der empirischen Wissenschaften begr√ľnden sollten, wollte man nun auch in¬†der privaten Weiterbildungsbranche einsetzten.¬†Murphy als Gro√üvater dieser Bewegung setzte auf ‚Äěwissenschaftliche Gebete‚Äú, womit man¬†das gesamte Leben in eine positive Richtung lenken sollte. Man ersetzte Religion mit Pers√∂nlichkeitsentwicklung. Weiterlesen

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Den Blutdruck senken durch Self-Tracking und Herzratenvariabilitätstraining? Warum es wichtig ist, sich selbst zu vermessen

Medical diagnosis for the student and practitioner (1922) (14784502255)

Neues Technologien von vor 100 Jahren

Bluthochdruck ist Todesursache Nummer 1, da er hunderttausendfach zu¬†Herzinfarkt, Hirnschlag und Nierenversagen f√ľhrt (WELT). Demnach sterben in Deutschland mehr als¬†140.000 Menschen j√§hrlich an Bluthochdruck. Auch in meiner Familie gibt es eine Geschichte von zu hohem Bluthochdruck. Manchmal ist es sogar schwer, diesen mit Medikamenten zu kontrollieren. Gleichzeitig stellt sich bei uns wie auch bei vielen die Frage, ob man Blutdrucksenkung nat√ľrlich erreichen kann, da die hochkonzentrierten Wirkstoffe von Tabletten auch mit Nebenwirkungen einhergehen. Hierbei ist klar, es geht um den Lebenswandel. Im folgenden findet sich daher eine allgemeine Tabelle, die¬†die verschiedenen M√∂glichkeiten den Blutdruck zu senken, betrachtet: Weiterlesen

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Gibt es freies Lernen? Und warum lernen wir in unserer Freizeit so wenig?

Applaus von Evan-Amos (Eigenes Werk) [CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Einleitung: In diesem Artikel will ich indirekt die Frage nach dem freien Lernen stellen. Können wir frei lernen oder braucht es doch irgendwo Zwang und Autorität? Ich habe hier keine eindeutigen Antworten, sondern nur ein paar Überlegungen. Es handelt sich daher um ein reflektierendes Essay.

F√ľr das freie Lernen spricht, dass wir nun eine Internetgemeinschaft haben, wo sich Menschen gegenseitig sehr viele Dinge beibringen. Aber kann diese Internetgemeinschaft die Zukunft sein? Was lernen wir denn im Internet? Memeswars, Shitstorms und kollektive Erregung? Wie schnell applaudieren wir dabei M√ľll? Es hei√üt: „Kein Applaus f√ľr Schei√üe“, aber belohnt kollektive Begeisterung nicht gerade den Durchschnitt? Weiterlesen

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Herzratenvariabilität und Feedback РEin Erfahrungsbericht mit EmWave von Heartmath

Beispielbild einer Herzratenvariabilitätsmessung

Was ist Herzratenvaribilität?

Unser Herz hat zwar einen gleichmäßigen Puls, das heißt aber nicht, dass das Herz in der Minute gleichmäßig wie ein Uhrwerk schlägt. Tatsächlich beschleunigt sich der Puls, wenn wir einatmen und verlangsamt sich jedesmal, wenn wir ausatmen. Diese Variabilität ist normal und kann selbst regelmäßig oder unregelmäßig sein. Weiterlesen

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Was ist der wirkliche Sinn von Meditation? Meditation und Metaphysik

√úber den Wirkungsgrad von Meditationen wissen wir wenig. Generell aber wird er wohl √ľbersch√§tzt. Viele angenommene, positive Wirkungen konnten bisher nicht best√§tigt werden, wie ich ja bereits im vorherigen Artikel diskutiert habe.

Schlaf und Autogenes Training – Worum geht es beim Autogenen Training wirklich?

Es ist leider so, dass wir uns in unserem Leben einfache L√∂sungen erhoffen, wir uns jedoch¬†wom√∂glich damit abfinden m√ľssen, dass es keine Wundermittel gibt.¬†Diese Einsicht ist schwer, denn wir romantisieren die Einfachheit. Vor allem bewirkt sie dass viele unserer vertrauten L√∂sungsmechanismen wom√∂glich irrelevant sind. Deswegen m√∂chte ich in diesem Artikel den tats√§chlichen Sinn von Meditation und ihre N√§he zur Religion ausleuchten. Dabei will ich keinen institutionellen Religionsbegriff bem√ľhen, sondern Religion als Frage nach etwas verstehen, dass √ľber unsere blo√üe physische Konstitution hinausgeht. Leider muss ich hierf√ľr auch kl√§ren, wie ich Religion √ľberhaupt verstehe und was hier Wissenschaftlichkeit bedeutet um dann ihren Sinn in Meditation und zum Beispiel Autogenem Training zeigen zu k√∂nnen. Oftmals wird ja die Frage nach Gott als unwissenschaftlich herausgestellt. Das ist allerdings falsch. Sie kann nur nicht empirisch gestellt werden. Weiterlesen

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Schlaf und Autogenes Training – Worum geht es beim Autogenen Training wirklich?

Warum schreibe ich wieder √ľber Autogenes Training?¬†Als lebenslanger Schlafloser schlafwandle ich in Bezug auf die Frage nach der richtigen Therapieform. Es gibt keine Wunderpille. So erkl√§rt auch Dr. Matthew Walker¬†(Professor der Neurowissenschaft und Psychologie Berkeley) in einem Interview von Dr. Rhonda Patrick, dass Schlafst√∂rungen nicht mehr vorrangig durch Schlafmedikamentation behandelt werden. Das sogenannte First-Line-Treatment sei nicht mehr empfehlenswert, weil Schlafmedikamentation die nat√ľrliche Funktionsweise des Gehirns zu stark beeinflusse. Zwar knocken sie dich aus, aber so f√ľhlt es sich am Ende auch an.

Stattdessen greife auch Walker auf Verhaltenstherapien zur√ľck. Bei dem 2-st√ľndigem Interview ist mir nun aufgefallen, dass auch Entspannungstechniken tats√§chlich sehr wenig Beachtung innerhalb der Schlaftherapie finden. Erst Alexander Eckert hat mich in einer Email darauf hingewiesen, dass Entspannungstechniken zum Schlafen beitragen k√∂nnen. Dabei erscheint es logisch, Entspannung muss einsetzen bevor wir schlafen. Wenn wir also Entspannung lernen k√∂nnen, k√∂nnen wir dann auch Schlafen lernen? Weiterlesen

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Zielstellung: Autogenes Training lernen – eine vorbereitende Kritik an der unterschwelligen Nazi-Ideologie

Mit Jenna unterwegs in Pittsburgh

Über die Meditierenden aus Asien existieren viele Mythen. Es heißt beispielsweise einst habe ein Asket jahrelang vor einem Stein gesessen. Dabei meditierte er so intensiv, dass als er schließlich seine Meditation beendete, sein geduldiger Gesichtsabdruck im Stein zu erkennen war.

Derartige Legenden werden von einigen (man glaubt es kaum) immer noch geglaubt. Wo die inneren Kr√§fte am Werk sind, glauben wir schnell, dass die Seele Kr√§fte einer anderen Welt aus sich emporholt. Diese Seelenwelt k√∂nnen wir dann nat√ľrlich auch nicht mit normalen Mitteln des Denkens verstehen.

Mit der Ruhe von Planetenbahnen

Mit der Ruhe von Planetenbahnen (wikicommons CC_BY_SA Author Tevaprapas Makklay)

Ich mag diese Autorit√§tsargumente nicht, weil sie immer eine Absage an das Sagbare sind. Wir m√ľssen sie glauben, weil Kritik als Form der Sprache nicht m√∂glich sei. Damit geben sich solche Esoteriker dann doch eine unbezweifelbare Aura. Ein Machtmittel.

Mir geht es weniger um die unbeantwortbare Frage, was denn nun f√ľr mystische Dinge mit dem K√∂rper geschehen. Sie √ľbersteigen den Horizont dessen, was wir wissen k√∂nnen. Stattdessen respektiere ich die wirkliche Lebensleistung der Asketen. Denn ausgestattet mit einer Geduld von Steinen, umsp√ľlt diese Meditierenden nur noch das Sein. Ihr K√∂rper ist ein ruhender Gedanke (Vergleich mein Blog www.asketen.blogspot.com). Gerade diese Asketen, welche sich von aller √Ėffentlichkeit zur√ľckgezogen haben, leben dann mit der Gewissheit und inneren Logik von Planetenbahnen. Weiterlesen

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Lesen lernen im Kindergarten – M√ľssen Kinder zum Lernen gezwungen werden?

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K√∂nnen wir ohne Anstrengung lernen? Oder m√ľssen Kinder zum Lernen gezwungen werden? Diese Frage besch√§ftigt die P√§dagogik. Da Lesen die zentrale F√§higkeit in unserer Gesellschaft darstellt, m√ľssen wir hier besonders achtsam sein. Fragen wir daher nochmal: Muss Leseunterricht Spa√ü machen oder nicht?

Lesen war zu meiner Schulzeit gepr√§gt von sturem Auswendiglernen. Die ersten Tage in der Schule glichen der Zombieapokalypse. Alle starrten mit leeren Blicken auf Buchstabenreihen und wiederholten im Chor „Mimi im Haus“. Kein Wunder, Schule habe ich vom ersten Moment an gehasst. Ich wollte lesen lernen, hatte Motivation, aber es war als w√ľrden alle mit einem LernLamborghini im Stau festsitzen.

Auch meine Mutter wollte mir die Buchstaben nicht schneller beibringen. Wom√∂glich hatte sie Angst, dass ich mich dann in der Schule noch mehr langweilen w√ľrde. Dieses ganze Wiederholen von irgendwelchen Buchstabenreihen lief mir zuwider. Die Konsequenz? Bis zum Alter von 15 Jahren war ich stolz, nur 2 B√ľcher in meinem Leben gelesen zu haben. Lesen verband ich mit Anstrengung.

Im Folgenden Beispiel zeigt eine Kindergartenlehrerin nun, wie Kindern bereits im Alter von 3 Jahren spielerisch Lesen lernen und dies ohne viel Aufwand, sondern vor allem durch Spiel.

Spielerisch lesen lernen. Klingt fortschrittlich. Eigentlich gibt es doch einen breiten Konsens, dass Lernen Spa√ü machen muss. Was k√∂nnte daran also falsch sein? Und warum machen wir es nicht √ľberall? Weiterlesen

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Auf welchem Blog lernt ihr am meisten? Blogparade bis zum 17.03.19

Ich hoffe ihr k√∂nnt mir helfen. Ich m√∂chte gerne wissen, wo lernt ihr am meisten? F√ľr mich sind Blogs interessant, die euch pers√∂nlich weiter gebracht haben. Das kann ein Blog zum Schreiben, Tanzen, zur Fitness, Photoshop, Social Media oder eben zum Lernen sein. Ich meine dabei Blogs bei denen ihr pers√∂nlich etwas erlernt habt, also einen Blog, der euch zum Beispiel bei einer Pr√ľfung geholfen hat, vielleicht hifreich beim Aufbau eines eigenen Blogs war, der euch die Augen beim Essen ge√∂ffnet hat, bei Depression Wunder wirkte oder oder oder.

Schreibt bitte eure persönlichen Erfahrungen mit dem Blog auf und wie dieser euch weiter gebracht hat. Ob ihr ihn auf der Bahnfahrt, auf dem Nachhauseweg, in langweiligen Vorlesungen, vor dem Einschlafen oder gar auf dem Klo gelesen habt. Ob ihr dort Leute kennengelernt habt. Vielleicht ist dabei eine Online-Freundschaft oder sogar eine reale Freundschaft entstanden?

Im Moment versuche ich mir n√§mlich eine Liste mit Lernblogs zu erstellen. Dabei finde ich, dass die meisten Lernblogs doch sehr unpers√∂nlich sind. Mich interessieren Blogs, die Menschen und ihre eigenen Ziele vorstellen und nicht 10 Tipps wie du besser lernst oder wie du in der Vorlesung nicht schl√§fst (ich habe da auch regelm√§√üig geschlafen). Oftmals sind die Lerntipps schnell mal irgendwo zusammenkopiert und unkritisch √ľbernommen.¬† Mein Ideal ist ein LernBlogs, auf dem sich jemand in Bezug auf seine eigenen Lernerfolge immer wieder neue Herausforderungen stellt und diese dann versucht pers√∂nlich umzusetzen. Vielleicht kennt ihr ja sogar solche Blogs?

Was ist eine Blogparade?

Eine Blogparade gibt euch eine bestimmte Zeit, mit einem Beitrag zum Thema der Blogparade zu reagieren. Am Ende der Blogparade werde ich dann jeden Artikel auswerten und alle zusammenfassen. Dazu m√ľsst ihr diese Blogparade nur verlinken und mir rechtzeitig Bescheid geben.

Dar√ľberhinaus werde ich meinen pers√∂nlichen Gewinner erkl√§ren und dieser erh√§lt von mir „Das Buch der Tugendlosigkeit – Warum es sich lohnt, faul, unp√ľnktlich und unordentlich zu sein“ von Axel Braig. Ein guter Kontrapunkt zum Thema :)

Beste Gr√ľ√üe
Norman (PhD Philosophy)

P.S. Das Bild könnt ihr gerne verwenden.

P.S.S. Ihr habt keinen Blog? Hinterlasst einen Kommentar.

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Zimmerpflanzen und Schadstoffe im Haus

Deep Breath - Michael Burtch 1

Fungus Guy [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Nach den Dieselskandalen konzentrieren sich die Medien auf die Schadstoffbelastung durch den Verkehr. Wir √ľbersehen dabei jedoch viele andere Quellen f√ľr Schadstoffbelastungen, die ebenfalls gro√üen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

DieZeit f√ľhrt hier folgende Einflussfaktoren an: „Chemieprodukte, die auf Erd√∂l basieren [wie] Seifen, Parf√ľm, Farben, Lacke, Putzmittel, Klebestoffe bis hin zu Pestiziden. Problematisch sind nicht die einzelnen Stoffe, aber m√∂gliche „additive Effekte“¬† wie auch die¬†US-Beh√∂rde f√ľr Ozean- und Atmosph√§renforschung (Noaa)¬†berichtet. Schon Ulrich Beck hatte ja in seinem Buch „Risikogesellschaft“ kritisiert, dass die Einf√ľhrung von Grenzwerten immer nur auf einen isolierten Schadstoff bezogen bleibt. Der Mensch werde dabei zu einer Art Sammelbecken f√ľr Abf√§lle. Weiterlesen

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