Zimmerpflanzen und Schadstoffe im Haus

Deep Breath - Michael Burtch 1

Fungus Guy [CC BY-SA 3.0 (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)]

Nach den Dieselskandalen konzentrieren sich die Medien auf die Schadstoffbelastung durch den Verkehr. Wir ĂŒbersehen dabei jedoch viele andere Quellen fĂŒr Schadstoffbelastungen, die ebenfalls großen Einfluss auf unsere Gesundheit haben.

DieZeit fĂŒhrt hier folgende Einflussfaktoren an: „Chemieprodukte, die auf Erdöl basieren [wie] Seifen, ParfĂŒm, Farben, Lacke, Putzmittel, Klebestoffe bis hin zu Pestiziden. Problematisch sind nicht die einzelnen Stoffe, aber mögliche „additive Effekte“  wie auch die US-Behörde fĂŒr Ozean- und AtmosphĂ€renforschung (Noaa) berichtet. Schon Ulrich Beck hatte ja in seinem Buch „Risikogesellschaft“ kritisiert, dass die EinfĂŒhrung von Grenzwerten immer nur auf einen isolierten Schadstoff bezogen bleibt. Der Mensch werde dabei zu einer Art Sammelbecken fĂŒr AbfĂ€lle.

Brian McDonald hat nun Schadstoffdaten aus dem Verkehr in der US-amerikanischen Metropole Los Angeles mit Messungen mit chemischen Produkten aus Labortests verglichen. „Lotionen, Farben und andere Produkte tragen (demnach) genauso zur Luftverschmutzung bei wie der Transportsektor.“ Aus der Feinstaubbelastung in der Luft lasse sich nĂ€mlich nicht ohne Weiteres auf die Ursache schließen. Viel entstehe durch „mechanische Reibung.“ Beim Bremsen von Fahrzeugen gelangen so kleine Partikel in die Luft, die mit Ozon reagieren und so Feinstaub bilden. Angeblich sei daher „nur ein kleiner Teil der Feinstaubvorboten durch Verbrennungsprozesse im Verkehr und in der Industrie“ entstanden.

Bemerkenswert ist jedoch, dass aufgrund der verschiedenen Enstehungsformen von Feinstaub die Schadstoffkonzentration in InnenrĂ€umen oftmals „zehnmal so hoch [sei] wie draußen.“ GĂ€ngige Lösungsmitteln und Körperpflegeprodukten wĂŒrden durch verdampfen Feinstaub bilden.

TatsĂ€chlich verbringen wir knapp 16 Stunden zu Hause und nicht im Verkehr. In der Schlussfolgerung heißt es daher: „Wie groß die Schadstoffbelastung allein durch die Anwesenheit von Wandfarben, Lacken oder Putzmitteln ist, könnte also unterschĂ€tzt werden.“ Wir seien zudem nĂ€her an den Schadstoffen.

So problematisch dies ist, tatsĂ€chlich können wir gerade zu Hause etwas gegen die Schadstoffbelastung unternehmen. Wir brauchen Luftfilter, die fĂŒr ein gesundes Arbeitsklima sorgen. Ein guter Luftfilter soll dabei:

  1. fĂŒr ein gutes Raumklima sorgen und Schadstoffe aus der Luft filtern
  2. kostensparend arbeiten möglichst in der Energieklasse A+++
  3. pflegeleicht sein und auch nicht so schnell kaputt gehen
  4. und, alles in allem vielleicht fĂŒr unter 100 Euro zu haben sein und sich am besten vermehren

Geht nicht? Nun gesunde Luft kann man einfach wachsen lassen. Pflanzen filtern nĂ€mlich giftige Stoffe selbst bei schlechten Lichtbedingungen. Einige filtern und geben Sauerstoff sogar nachts. Wissenschaftlich belegt sei dabei sogar, dass bei Pflanzen am Arbeitsplatz die Arbeitsbedinungen verbessern wĂŒrden. Also mehr Sauerstoff, mehr Gehirnsaft.  Es heißt es, dass man mit Pflanzen die KreativitĂ€t um 20 Prozent steigern könne (Quelle).  Krankheiten wĂŒrden seltener werden, weil Pflanzen die Luftfeuchtigkeit steigerten und dadurch weniger Staub in der Luft wĂ€re. Wenn die Innenluft dann 2 bis 5 mal schlechter als draußen ist, holen Pflanzen das Draußen nach Innen. Hier eines der bekannteren Videos zu dem Thema:

Areca catechu - Köhler–s Medizinal-Pflanzen-014

Einer der besten Sauerstoffliferanten, die Arecepalme

Die besten Pflanzenfilter

Ich habe hierĂŒber bereits frĂŒher geschrieben, deswegen hier die wichtigsten Pflanzen:

1) Die Arekapalme

Entfernt Toluen und Xylen. Wandelt signifikante Mengen an CO2 in Sauerstoff um.

2) Die Efeutute

Die Efeutute (epipremnum aureus) baut CO2 um 75%  und Benzol um 90% innerhalb von 24 Stunden ab. Zudem reduziert sie auch Formaldehyd ab (AusdĂŒnstungen von Klebstoff, oftmals in BĂŒrorĂ€umen, Quelle).  

3) Bogenhanf

Bogenhanf (Sansevieria) bringt frischen Sauerstoff in der Nacht. Die Pflege ist sehr einfach, da die Pflanze nicht hÀufig gegossen werden muss.

Chlorophytum comosum

GrĂŒnlilien sind unkaputtbar

4) GrĂŒnlilie

Die klassische GrĂŒnlilie (Chlorophytum Elatum) reduziert nach Studien den Kohlenstoffdioxidgehalt um 96 Prozent (Quelle).

In anderen Quellen heißt es:

„Die GrĂŒnlilie, eine beliebte Ampelpflanze, schafft es beispielsweise, den Formaldehydgehalt einer geschlossenen Kammer (der 10mal höher als in normaler Wohnraumluft war) innerhalb von 24 Stunden um 86 Prozent zu reduzieren.“

Als AnfĂ€ngerpflanzen sind GrĂŒnlilie, Bogenhanf und Efeutute sicher unschlagbar und auch als Idiotenpalmen bekannt. Sie brauche wenig Wasser und wenig Licht.

Wieviele Pflanzen brauchen wir nun fĂŒr ein optimales Klima?

Die Nasa empfiehlt circa 15-18 Pflanzen bei 1800 Squarefoot. Das mĂŒssten umgerechnet ungefĂ€hr 170 Quadratmeter sein. Nehmen wir also eine normale Singelbude von sagen wir 30 Quadratmetern, so sollten 3 – 4 dieser Pflanzen.

 

 

 

 

 

 

Weitere detailierte Information sind in folgendem Artikel von mir zu finden:

Nie wieder ein Fenster öffnen – Mit den richtigen Pflanzen weniger krank sein und produktiver werden

 

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Dr. Norman Schultz, Februar 2019, Neubrandenburg

P.S. Ich habe einige Produkte ĂŒber Amazon verlinkt. Wer diese nicht sieht, muss womöglich den AdBlocker deaktivieren.

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