Intelligenzsteigerung mit Lumosity – Ein Programm für den Alltag um schlauer zu werden?

Wie steigern wir also unsere Intelligenz? Am 20. November erscheint ja hierzu Tim Ferriss neues Buch, worin er viele Methoden erklärt, wie wir uns Techniken vor allem durch gute Methodik aneignen. Er hat dazu schon angekündigt, mit einigen Mythen um aufzuräumen wie etwa der 10.000 Stunden Regel, welche besagt, dass es 10.000 Stunden benötigen würde, um Expertenniveau zu erreichen. Tim Ferriss wurde in kürzester Zeit Kickboxchampion, hat bei der Tangoweltmeisterschaft das Halbfinale erreicht (innerhalb eines Jahres Tangotanzen) und darüberhinaus viele Methoden zum Bodybuilding und zur Ernährung entwickelt. (Titelbild: Public Domain. Quelle: Wikimedia)

Albert Einstein violin

Mit kleinen Übungen durch den Alltag. By E. O. Hoppe (1878-1972). Published on LIFE Public domain von Wikimedia Commons

Bevor wir uns aber Tim Ferris in einem anderen Post widmen, geht es heute um Lumosity,einem Programm, das ebenfalls verspricht, die Intelligenz zu steigern. Hierbei geht es vor allem um simple Übungen, die wie kleine Spiele nebenbei im Internet gespielt werden können.

Das Problem mit der Leistung

Leistungsgedanken werden in Deutschland in der Regel argwöhnisch betrachtet. Die Kritik an den Eliten bezieht sich dabei allerdings nicht auf ein unangemessenes Verhalten derer, die ohne produktive Eigenleistung in privilegierte Kreise vorgedrungen sind, sondern auf jedwede Form von Leistung. Wenn einer also davon redet, seine Intelligenz steigern zu wollen, dann dreht sich die Diskussion sogleich um die Tatsache, dass wir derlei Intelligenz ja überhaupt nicht benötigen würden. Hier in Amerika ist dies anders, jeder, der Erfolg hat, hat es von Gottes Gnaden her verdient. Das eine Extrem löst das andere ab. Die Mittellösung ist schlicht und einfach: Leistungsgerechtigkeit.Intelligenzsteigerung ist nun durchaus möglich. Ob dies wünschenswert ist oder nicht, mag jeder für sich selbst entscheiden, ich zumindest habe nichts dagegen, wenn ich ein wenig intelligenter wäre. (An der Bildbeschriftung unten seht ihr übrigens die gegenwärtige Unart sich um das Copyright kümmern zu müssen. Eine praktische Verwendung ist hier so gut wie ausgeschlossen, aber das nur nebenbei).

Scientists montage

Weltverschwörung der Eliten - Was planen sie als nächstes? By Archidamos III MAN Napoli Inv6156.jpg‬: Marie-Lan Nguyen ‪Aristotle Altemps Inv8575.jpg‬: Jastrow ‪Possible Self-Portrait of Leonardo da Vinci.jpg‬: OldakQuill ‪Galileo.arp.300pix.jpg‬: Justus Sustermans ‪Jan Verkolje - Antonie van Leeuwenhoek.jpg‬: Jan Verkolje (I) ‪Sir Isaac Newton (1643-1727).jpg‬: Sir Godfrey Kneller ‪Hutton James portrait Raeburn.jpg‬: Henry Raeburn ‪Antoine lavoisier.jpg‬: Matanya ‪John Dalton by Charles Turner.jpg‬: Charles Turner ‪Charles Darwin 01.jpg‬: J. Cameron ‪Gregor Mendel.png‬: NIH ‪Louis Pasteur, foto av Félix Nadar.jpg‬: Nadar ‪James Clerk Maxwell.png‬: G. J. Stodart ‪Henri Poincare.jpg‬: unknown ‪Sigmund Freud LIFE.jp‬g: Max Halberstadt ‪Tesla3.jpg‬: Napoleon Sarony ‪Marie Curie c1920.png‬: Christie's ‪Ernest Rutherford.jpg‬: unknown ‪Albert Einstein Head.jpg‬: Oren Jack Turner ‪Niels Bohr.jpg‬: AB Lagrelius & Westphal ‪Schrodinger.jpg‬: Nobel foundation ‪Enrico Fermi 1943-49.jpg‬: Department of Energy. Office of Public Affairs ‪Robert Oppenheimer 1946.jpg‬: Ed Westcott (U.S. Government photographer) ‪Alan Turing photo.jpg‬: 2 Richard Feynman Nobel.jpg‬: The Nobel Foundation ‪E. O. Wilson sitting, October 16, 2007.jpg‬: Ragesoss ‪Jane Goodall GM.JPG‬: Floatjon ‪Stephen Hawking.StarChild.jpg‬: NASA CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0) Wikimedia Commons"

Intelligenz ist steigerbar

Dennoch das Supergehirn ernährt sich nicht vom Sitzfleisch. Es zeigt sich zunehmend, dass Intelligenz auch das Resultat konstanter Leistung ist. Hieß es lange, dass Intelligenz durch Gott oder die Gene gegeben wäre, so hat sich dieses Bild in den Wissenschaften nun gewandelt. Es zeigt sich durch mehr und mehr Studien, dass vor allem intellektuelle Anstrengung das Gehirn trainiert.

Jedoch auch die kleinen Übungen verrichten ihren Beitrag. Tatsächlich können wir mit kleinen Aufmerksamkeitsübungen über kleine Berge kommen und so eine gewisse Ausdauerintelligenz entwickeln. Die Internetanwendung „Lumosity“ macht sich diesen Umstand nun zu Nutze. Natürlich haben Eliteprofessoren von Camebridge und Harvard sich zum zusammengehockt und ein Programm entwickelt, dass uns im Alltag hilft unsere intellektuelle Leistung durch kleine Spiele zu verbessern. Vor allem durch eine kontinuierliche Aufzeichnung der eigenen Leistung soll hier Motivation geschaffen werden.

Ich habe das Programm einen Monat genutzt und konnte mich ins 99 Perzentil der Nutzergemeinde steigern. Es hat mich 15 Euro im Monat gekostet, wäre aber mit einem Jahresabo auf nur 6 Euro gekommen. Insofern halte ich es für sehr sinnvoll. Vor allem, wenn ich ein Smartphone hätte, wäre es wohl nützlich in den vielen Momenten, da ich einfach nur sinnlos warte.

Mein Profil bei Lumosity

Ich kann das Programm durchaus empfehlen und kann sogar sagen, dass es mir mit einem wenig Ehrgeiz auch viel Spaß machte, meine tägliche Verbesserung zu beobachten. Zudem weiß ich nun, wo meine Schwächen liegen. Ich möchte auch hinzufügen, dass ich mich zwar für das Partnerprogramm angemeldet hatte, aber leider den Zuschlag nicht bekam, daher ist dieser Hinweis auf Lumosity tatsächlich ohne direkten Nutzen für mich.

Kritik an Lumosity

Scientist

Ein böser Wissenschaftler forscht. Intelligenz macht böse. By Marretao22 (Own work) Public domain vie Wikicommons

Die einzelnen Programmteile von Lumosity könnten durchaus noch Verbesserungen unterzogen werden, da ich nicht jedes Spiel auf die Dauer als sinnvoll empfinde und einiges verbesserter Leistung durchaus auch auf Gewöhnungseffekte zurückzuführen ist. Dies aber scheint nach Aussage der Programmerfinder auch Sinn der Sache zu sein. Gerade die kleinen Aufgaben bilden wichtige Bausteine, um dann bei komplexeren Aufgaben, wo Intelligenz gefragt ist, zu bestehen. Es heißt, dass dies gerade die Neuerung in der Intelligenzforschung wäre, dass uns die kleineren Aufgaben, insofern sie abwechslungsreich wären, zu besseren Intelligenzleistungen bringen würden.

Ich werde in weiteren Posts mehr über dieses Programm berichten, wenn ihr auf dem Laufenden bleiben wollt, dann added mich doch bitte bei Google+, abonniert mich per E-mail oder tretet der Facebookgruppe oben rechts bei. Ein RSS-Feed ist natürlich auch vorhanden sowie eine schöne Pinterestwall zum Thema Lernen.

Norman Schultz.

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20 Antworten auf Intelligenzsteigerung mit Lumosity – Ein Programm für den Alltag um schlauer zu werden?

  1. Pingback: Weihnachtsferien und wie ich im Schach besser werden will – Philosophie EntGrenzen – Die Wissenschaft der Wissenschaften

  2. Pingback: Wie Monitoring uns hilft – Wie ich Schach lernen will | Bewusstes Lernen

  3. Oliver sagt:

    Hallo Norman,

    ich habe gerade die drei Testtage von lumosity hinter mir und frage mich, ob ich damit weiter machen soll.
    Somit fragte ich unser Weltbibliothek google wer Erfahrungen mit dem Programm gemacht hat. So bin ich auf deinen Post gestoßen.

    Frage: Du schreibst, dass du es weiterhin nutzen wirst und ich wollte gerne wissen, wie es denn so läuft. Freue mich auf ein Feedback…

    Viele Grüße
    Oliver

  4. Norman Schultz sagt:

    Einen Monat kannst du dir Lumosity schon antun. Ich würde nicht unbedingt den Jahresbeitrag nehmen, obwohl ich glaube, dass dies auch nicht schadet. Ich habe es einen Monat gespielt, dann habe ich mir einen Schachaccount zugelegt und bevorzuge das. Ich werde allerdings bei Gelegenheit mal wieder einen Monat kaufen.

  5. Cornelia Vlaicu sagt:

    Lumosity startet demnächst auch ihr Training komplett auf Deutsch :-)

    • Oh toll, ich bin gerade wieder eingestiegen und es hat mich gestört, dass die sprachlichen Tests nicht auch auf Deutsch waren.

      • Pete sagt:

        Ich habe mich für NeuroNation entschieden und bin durchaus zufrieden.

        • Ja sieht interessant aus, man kann ja auch wechseln, ich hatte jetzt Lumosity für einen Monat, jetzt habe ich mir nochmal einen Monat gegönnt und will ins 99,9 Percentil. Aber irgendwann trainiert man auch nur noch eine spezifische Fähigkeit, da kann Abwechslung nicht schaden.

          • Pete sagt:

            Ja also bin sehr zufrieden. Bei NeuroNation mache ich den Kurs Memowork. Der stellt mir meine täglichen Aufgaben zusammen – daher ist immer wieder was Neues dabei & ich versteife mich nicht auf eine Übung :) Gibt es das bei Lumosity auch?

          • ja, es gibt da einige Kurse, aber ich werde Neuronation definitiv testen. Vorher werde ich aber noch einen kostenlosen Intelligenztrainer von Camebridge benutzen. Die analysieren im Gegenzug deine Daten. Was mir aufgefallen ist, ist das mein Arbeisspeicher tatsächlich nur 7 Elemente fasst. Zumeist gleiche ich das durch Strukturanalyse aus. Ich frage mich, ob das trainierbar ist. Das wäre nämlich wirklich hilfreich.

          • Lia sagt:

            Hallo, mit dem Thema Arbeitsspeicher und mehr beschäftige ich mich momentan auch sehr stark – besonders da mein kleiner Sohnemann (beim Schulpsychologen mit IQ 123 getestet) in der Schule ziemlich versagt. Da nun Wechsel auf realschule droht, bzw. weiteres Scheitern, suche ich nach Methoden, seine Aufmerksamt und Fokussiertheit zu stärken. Dabei bin ich auf die Seite von Neronation gestoßen, die ja sagen, dass ihre Tests, basierend auf n-back Übungen, den Arbeitsspeicher trainieren, was auch grade Kindern mit Konzentrationsproblemen hilft.

            Da aber nun Lumosity im Gegenzug zu Neuronation ein Gruppenabo anietet (wir würden gerne zu 4. mitmachen) frage ich mich, ob die Tests und Übungen von Lumosity nach dem gleichen Prinzip wie die von NeuroNation funktioren (n-back, Erhöhung des Arbeitsspeichers)?

            Kannst du mir da vielleicht weiterhelfen?

          • Lumosity basiert auch auf N-back Übungen. Mir erscheint allerdings Neuronation weniger spielerisch, allerdings habe ich auch weniger Erfahrung mit Neuronation. Ich mache gerade Mathe auf Brilliant.org… Lumosity macht auf jeden Fall Spaß, aber ich bezweifle, dass es die Leistungen in der Schule verbessert. Ich bin mir nämlich unschlüssig, inwiefern eine Intelligenzsteigerung in der Schule helfen soll. Dann ist man ja noch mehr gelangweilt. Und mit einem IQ von 123 sollte man ja schon unter den besten sein. In der Schule kommt es im Gegensatz eher auf die versteckten Lehrpläne an, nämlich aufmerksam Regeln zu folgen und zu identifizieren, was die Lehrer wollen. Einen Sinn für das Gewünschte entwickeln. Das ist wie beim Studium, da muss man erstmal genau herausfinden, was der Professor will, um dann eine 1,0 zu bekommen. Ich glaube direkte Nachhilfe, das heißt eine regelmäßige Wiederholung des Unterrichtsstoffes würde dabei doch schon reichen. Ist allerdings teurer. Nun ist die Frage, inwiefern denn wirklich intrinsische Motivation da ist, um sich dem Druck der Schule zu beugen, wie gut organisiert ist der Alltag, um sich gewohnt dem Druck zu beugen, wo gibt es klare Freiräume für Entspannung etc. Tja und am Ende steht die Frage, ob man wirklich in diese Spirale will, der ständige Erfolgsdruck, der die Seele formt. Denn obwohl ich einen höheren IQ hatte, habe ich an der Sinnlosigkeit der Schule versagt. Aber ich verstehe schon, wir können nicht anders als in unser Humankapital zu investieren, um aus uns wie aus einem Mittel das Beste herauszuquetschen. Ich glaube Lumosity allein ist dabei nicht die Lösung, aber aus Spaß an der Sache, das heißt am Sinn, um allgemein besser zu werden, das wäre wohl ein Anfang.

          • Lia sagt:

            Naja, uns geht es auch eher um die Verbesserung der Arbeitsspeichers, um z.b Anweisungen etc. besser verstehen und verarbeiten zu können (komischerweise hat damit mein Sohn große Probleme) und allgemein konzentrierter und focussiert zu werden, als darum seine Intelligenz zu steigern. Auf der Homepage von Neuronation werben die ja auch genau damit, dass diese dual-n-bach Methode dabei hilft und somit auch gerade Kindern mit Adhs etc. anstelle von Ritalin helfen kann.

            Da ja Lumisity mir auch „kindgerechter“ vorkommt, aber anscheined wohl grade die dual-n-back training das Hilfreiche sein soll, war ja die Frage, ob Lumosity auch auf dieser Methode basiert.

          • Soweit ich mich erinnere basieren doch N-back letztlich darauf, dass eine Steigerung der Intelligenz nachgewiesen wurde und das war doch gerade der Punkt der Veröffentlichung. Mit dem gemessenen IQ ihres Sohnes erscheint mir das Problem nicht am Arbeitsspeicher zu liegen und ich glaube nicht, dass Lumosity dabei hilft, in der Schule besser zu werden. Ich glaube sich ganz klar bewusst zu machen, dass Schule weniger mit Intelligenz als vielmehr mit einer Regelkunde zu tun hat, das ist wohl der Knackpunkt. Hätte mir vielleicht als Schüler auch geholfen. Im Gegensatz habe ich immer für mein damaliges Verständnis nach brillianten Lösungen gesucht, Überraschungen etc. Wenn die ausbleiben, dann verliert man die Lust sich zu konzentrieren und ich habe mich auch nicht konzentriert, obwohl ich am Wochenende regelmäßig 5 Stunden vor einem Schachbrett saß.

  6. Cornelia Vlaicu sagt:

    Hallo Norman, bei Lunosity kannst Du ständig Deine Trainingsprioriäten ändern und bekommst nicht immer die gleichen Spiele zu spielen. :-)

    • Ich weiß, ich habe alle Spiele nach 3 Monaten durch und bin jetzt im 99,9 Percentil. Ich werde Lumosity jetzt abtreten und auf andere Bereiche umsteigen. Ich denke allerdings, dass sich einige Bereiche sicher lohnen würden, weiter trainiert zu werden.

  7. Cornelia Vlaicu sagt:

    auch, wenn du deine Einstellungen auf „advanced“ gestellt hast?!?!

  8. Henry sagt:

    Hallo, ab wann gehört man zu der Top 99%? Ich habe einen Durchschnitt von über 1200.

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