Zielstellung: Autogenes Training lernen – eine vorbereitende Kritik an der unterschwelligen Nazi-Ideologie

├ťber die Meditierenden aus Asien existieren viele Mythen.┬áEs hei├čt beispielsweise einst habe ein Asket jahrelang vor einem Stein gesessen. Als er schlie├člich seine Meditation beendete, war sein geduldiger Gesichtsabdruck im Stein zu erkennen. Derartige Legenden werden von einigen (man glaubt es kaum) immer noch geglaubt. Wo die inneren Kr├Ąfte am Werk sind, glauben wir schnell, dass die Seele Kr├Ąfte einer anderen Welt aus sich emporholt, die wir nat├╝rlich dann auch nicht mit normalen Mitteln des Denkens verstehen k├Ânnten.

Mit der Ruhe von Planetenbahnen

Mit der Ruhe von Planetenbahnen (wikicommons CC_BY_SA Author Tevaprapas Makklay)

Eigentlich aber geht es mehr um die Lebensleistung der Asketen. Denn ausgestattet mit einer Geduld von Steinen umsp├╝lt diese Meditierenden nur noch das Sein. Ihr K├Ârper ist ein ruhender Gedanke (Vergleich mein Blog www.asketen.blogspot.com). Gerade diese Asketen, welche sich von aller ├ľffentlichkeit zur├╝ckgezogen haben, leben dann mit der Gewissheit und inneren Logik von Planetenbahnen.┬áGanz Unfug ist diese Ausgeglichenheit nicht. Die Wissenschaft (wobei diese hier einfach nur aus Dokumentation besteht) best├Ątigt einige der Behauptung. Asketen sind tats├Ąchlich zufriedener.┬áDoch l├Ąngst sind nicht alle Mythen g├╝ltig.

Die Welt der Esoterik hingegen lebt von Mythen und will die Wissenschaft gerne drau├čen vor der T├╝r lassen (auch, wenn sich einige zuweilen dazu aufmachen, Quantentheorien und anderen halbverstandenen Kram als Plausibilit├Ątsargumente in ihr esoterisches Weltbild zu integrieren). Das Autogene Training sollte im Gegensatz┬ávom Mythos befreien. Von dem Berliner Psychater Johannes Heinrich Schultz entwickelt sollte es eine innere Einkehr sein, die von allen metaphysischen Einfl├╝ssen (das sind empirisch nicht beweisbare Ideen ├╝ber die Existenz anderer Welten oder der Seele) befreit war. Autogenes Training sollte nach Willen des Sch├Âpfers allein wissenschaftliche Befunde zuzulassen.

Neu war diese Forderung nach wissenschaftlichen Meditationen aber im europ├Ąischen Umkreis nicht. Descartes hatte bereits mit seinen Meditationen, die Wissenschaft auf die Frage nach dem Erkenntnissubjekt zur├╝ckgebracht und kn├╝pfte mit der gewonnenen Sicherheit eines kritischen Subjekts auch an eine Tradition des Mittelalters an: Dem inneren Schauen. An diese Subjekterkenntnisse von Descartes und an seine Reinterpretation der Mathematik auf Basis des sich vergewissernden Subjekts kn├╝pfte sich dann der formidable Aufstieg der europ├Ąischen Wissenschaften. Es lag in der Luft, dass die Philosophien des Idealismus die Formen des Inneren Schauens immer weiter entwickelten. Selbst Husserl hatte mit seiner Ph├Ąnomenologien noch einen Zugang zu der Form des schauenden Bewusstseins gesucht und Rudolph Steiner entwickelte nahezu zeitgleich eine (zu weiten Teilen allerdings empirisch bezweifelbare) Theosophie, die mit ihren Techniken schlie├člich sehr artverwandt den Methoden von Schultz war (vgl.┬áhttp://de.wikipedia.org/wiki/Autogenes_Training).

Auch die Psychoanalyse war Resultat dieser gro├čen Meditationsbewegung, bei der Wissenschaftler von einer positivistisch gedeuteten Welt zur├╝ckwichen, und wissenschaftlich begr├╝ndet die Reise zum Mittelpunkt der Welt, die Reise zum Subjektkern antraten. Jung sollte diese Reise sp├Ąter noch als eine Reise beschreiben, die uns weiter als bis zum Mars f├╝hren w├╝rde.

Das Wasser ist der beste Therapeut

Der Pazifik als Therapeut (mein Freund Pat McHuhg - a natural born comtemplationist)

Entgegen fr├╝herer nicht empirischer Vorgehen bei der Meditation (Kontaktaufnahme mit Gott etwa) war es von nun von Bedeutung das Vorhaben nicht metaphysisch durchzuf├╝hren. Und so war es auch f├╝r Schultz wichtig, eine Entspannungstechnik in den Bereich der empirischen Wissenschaften zu holen.┬áAnders als die buddhistischen, christlichen, allgemein anders als die religi├Âsen Traditionen sollte diese Wissenschaft den Weg zur wirklichen Tiefenentspannung frei machen. Schultz wollte die innere Kraft bergen, die eine gereinigte Seele aufzubieten hatte und Schultz versprach sich von der Wissenschaft, eine Methode zu erarbeiten, die diese inneren Kr├Ąfte bereits nach wenigen Jahren konsequenter und gesicherter Anwendung heben w├╝rde, wof├╝r ein Buddhist etwa ein ganzes Leben verbraucht h├Ątte. Geschichten wie die folgende sollten dann nur noch in unwissenschaftliche Kulturen geh├Âren:

„Der Klostersch├╝ler fegte also, wie ihm sein Meister gehei├čen hatte,┬áacht Stunden am Tag┬áden Hof. Doch der Meister lie├č sich nicht den Zweck entlocken. Als aber der Meister nach einem Monat ├╝berraschend verstarb, hatte der Klostersch├╝ler doch den einzigen Meister im Kloster verloren, der bereit war ihn zu unterrichten und damit auch die Aussicht, den Zweck seines Fegens zu erfahren. Was solle der Sch├╝ler also tun? Ohne Aussicht auf Erleuchtung durch andere Meister, fegte der Klostersch├╝ler von morgens an bis abends 50 Jahre den Hof. Die Hoffnung der Erleuchtung gl├╝hte in ihm all diese Zeit. Kurz bevor sie erlosch und der Klostersch├╝ler in seiner T├Ątigkeit vor dem inneren Abgrund der Verzweiflung stand, da stie├č beim Fegen ein K├Ârnchen Staub ein anderes an und er rief: „Da ist es!“ Ausgeglichen verstarb auch wenige Monate sp├Ąter der Klostersch├╝ler als sein Meister.“

Ist das autogene Training nun aber eine Theorie, die von allen metaphysischen Dogmen befreit ist? Um diese Frage zu beantworten, muss die Geschichte des Autogenen Trainings auch von ihrer Zielstellung her betrachtet werden. W├Ąhrend die Grundstufe noch eine praktikable Entspannungstechnik bietet, soll das Autogene Training mit der Oberstufe n├Ąmlich schlie├člich in andere metaphysische Dimensionen f├╝hren. Die Frage nach dem Selbst r├╝ckt dort in den Mittelpunkt. Eine unsichere Frage, die schon den ein oder anderen Existentialisten mit einem lebenssinnraubenden Nichts konfrontiert hatte.┬áAm Rande des Lebenssinns besteht immer ein Risiko. Gerade in der Freiheit eines rein erfahrenen Selbst besteht schlie├člich auch immer die Freiheit des Selbstmordes. Jeder, der sich beispielsweise schon einem gr├Â├čeren Abhang n├Ąherte, wei├č um diese Freiheit. Ist es nicht eigentlich so einfach zu springen? Bei dieser Freiheit w├Ąchst die Angst vor dem Selbst. Bei den labilen Abgr├╝nden unserer Seele also m├╝ssen wir eine Theorie wie das Autogene Training schon auf seine Tiefenstruktur hin analysieren, denn Pfusch an der Seele kann sich radikal auswirken (was auch jeden Esoteriker zur Vorsicht rufen sollte). Warum also wollte Schultz in den Abgrund der Seele, in unsere ├ängste blicken?

Bei dieser historischen Betrachtungsweise dr├Ąngt sich so zum Beispiel die Frage auf, wie Schultz seine Forschung in der preu├čisch strengen Zack-Zack-Mentalit├Ąt durchsetzen konnte, wenn er doch eigentlich nur eine verweichlichte, innere Ruhe predigte, die gerade ein friedliches Selbst in den Fokus nahm. Sollten Soldaten an der Front etwa die innere Ausgeglichenheit und Verbr├╝derung mit dem Feind suchen?┬áWas an dieser Stelle einen dunklen Schatten auf die Theorie des Autogenen Training wirft, ist eben die Tatsache, dass diese Theorie w├Ąhrend der Nazizeit entstand und ┬áSchultz damals am G├Âring-Institut arbeitete (das von einem nahen Verwandten von G├Âring geleitet wurde). Dort war es erkl├Ąrtes┬áZiel die┬áÔÇ×j├╝discheÔÇť Psychoanalyse zu reinigen und dieser eine „Neue Deutsche Seelenheilkunde“ entgegenzusetzen (vgl.┬áhttp://www.thieme.de/detailseiten/extras/brunner_und_steger_schultz.pdf). Es ging daher nicht etwa um eigentliche therapeutische Erfolge, es ging nicht um die Ver├Ąnderung des Wesens und der inneren Bestimmung wie etwa in der Psychoanalyse, Ziel war es den Menschen t├╝chtig auf den Krieg vorzubereiten. Die Psychoanalyse galt hierf├╝r als zu teuer. Mit diesem Gedanken konnte sich auch Schultz anfreunden, als Wissenschaftler war dies eine Gelegenheit sich gegen die starken Einfl├╝sse von Freud zu wehren. Streng gesundheits├Âkonomisch vertrat Schultz daher eine „Kleine Psychanalyse“, die auch medizinisch Ungebildete h├Ątten durchf├╝hren k├Ânnen (vgl.┬áhttp://www.thieme.de/detailseiten/extras/brunner_und_steger_schultz.pdf). Gerade bei den vielen Traumatisierten war dies eine zynische gesundheitspolitische ├ťberlegung, die zum Establishment und den Kriegszielen passte.

Es mag sein, dass sich Schultz, so wie er es auch oft behauptete, in bestimmten Lebensphasen nur einem grausamen System anpasste, um ├╝berhaupt leben zu k├Ânnen. Doch Schultz wollte auch Karriere, was aus verschiedenen Dokumenten hervorgeht. Mit erschreckender Gelassenheit schreibt er etwa zur Frage der Zwangssterilisation (um die Ausbreitung negativen Erbguts zu verhindern):

ÔÇ×Hier mu├č, wenn eine Sterilisierung, etwa aus erbbiologischen Gr├╝nden, erforderlich ist, intensive ├Ąrztliche Seelenhilfe einsetzen, um psychische Katastrophen […] zu vermeiden. Je mehr ein Mensch neurotisch ist, um so weniger sch├╝tzt ihn der Gedanke an┬ádas Sippen- und Volksopfer vor schweren Angst- und Depressionsdurchbr├╝chen aus seinen Tiefenkonflikten, seinem ÔÇÜUnterbewu├čtenÔÇś. […] Diese Menschen zu einem richtigen, tiefen Verst├Ąndnis der Pflichten jedes Deutschen im neuen Deutschland zu f├╝hren, in schwierigen F├Ąllen durch spezielle Psychotherapie die Hemmungen wegzur├Ąumen, die beim Neurotiker die lebendige Teilhabe an allem Gro├čen und Wahren verhindern, eine solche vorbereitende ├Ąrztliche Seelenf├╝hrung und Psychotherapie im allgemeinen und f├╝r Sterilisierungskandidaten und Sterilisierte im besonderen ist eine
gro├če, wichtige und dankbare ├Ąrztliche Pflicht.ÔÇť (http://www.thieme.de/detailseiten/extras/brunner_und_steger_schultz.pdf)

Es ging also um das gro├če Volksopfer, um am Gro├čen und Wahren teilzuhaben. Warum sollte der Einzelne also nicht f├╝r die Gesundung des Volks auf seine Fortpflanzung verzichten? An diesem Zitat k├Ânnen wir deutlich erkennen: Schultz entwickelte eine metaphysisch hochgeladene Gesamttheorie, die den Wert des Einzelnen bereits unter den Vorzeichen eines reinen Volkes dachte. Schultz war keinesfalls unschuldig.

Einsicht zeigte der eitle „Gott des Autogenen Trainings“ (wie er sich gerne nennen lie├č – siehe ebenda) nach dem Krieg nicht.┬á1964 schreibt er etwa: ÔÇ×Durch Behauptungen ├╝ber politische Belastungen meiner┬áPerson erfuhr ich zum ersten Mal, da├č ich Nationalsozialist gewesen sei“ (http://www.thieme.de/detailseiten/extras/brunner_und_steger_schultz.pdf) Selbst war er zwar nie in der NSDAP, dem Gedankengut war er allerdings verpflichtet. So habe Schultz beispielsweise Menschen auf Homosexualit├Ąt ├╝berpr├╝ft. Konnten Sie nicht den Beischlaf mit einer Prostituierten vollziehen, so gab es damals eine ├ťberweisung ins Konzentrationslager (http://de.wikipedia.org/wiki/Johannes_Heinrich_Schultz).

Schultz Theorie passte aber auch aus anderen Gr├╝nden zum Naziregime. Die starre Lehre eines Sigmund Freund fand ihre Widersacher. Weil Freud durch seinen Fanatismus an Sexualit├Ąt und Kindheit alle kurzfristig wirkenden Instrumente wie zum Beispiel┬áHypnose und Suggestion aus dem psychologischen Instrumentarium verbannte, gab es kaum mehr kosteng├╝nstige Behandlungsmethoden f├╝r Traumatisierte. Die vielen gesch├Ądigten Soldaten des Ersten Weltkriegs, die zwar physisch etwaige Gasangriffe unversehrt ├╝berlebten, hatten erheblichen, psychischen Schaden genommen und die Ressourcen diese Traumata aufzuarbeiten, standen nicht zur Verf├╝gung. Es kam Schultz gelegen, dass ├ärzte nun auf bewehrte Methoden wie Suggestion und Hypnose zur├╝ckgrifffen (Vgl.┬áhttp://www.maja-langsdorff.de/medat.htm#schultz). Auch┬ádie Nazis hatten ein Interesse an funktionierenden Soldaten und diesem Zeitgeist entsprach Schultz. Mit preu├čischer Geste setzt das Autogene Training so beispielsweise die R├╝cknahme der Entspannung an:┬á„Arme fest! Luft holen! Augen auf!“┬áDiese R├╝cknahme selbst ist ein entscheidender und wichtiger Teil des Autogenen Trainings, denn wir haben es nicht nur mit einem Sandkastenspiel zu tun. Bei einer nicht ordnungsgem├Ą├čen R├╝cknahme k├Ânnen so beispielsweise Gleichgewichts- und Wahrnehmungsst├Ârungen┬áauftreten (ich zitiere dies allerdings aus dem Ged├Ąchtnis – die Originalquellen nach Schultz trage ich bei Gelegenheit nach). Wenn mangelnde Zur├╝cknahme aber schon derartige Konsequenzen hat, k├Ânnte dann eine Durchsetzung der Theorie mit fragw├╝rdigen Formeln nicht auch eine schleichende Vergiftung bedeuten? K├Ânnte hier nach und nach eine Ansammlung von psychischem Gift aufkommen? Wer an dieser Stelle glaubt, er k├Ânne die gesamte Theorie des Autogenen Trainings von ihrer historischen Entstehung trennen, derjenige riskiert viel, denn eine Theorie ist immer mit der Metaphysik ihrer Zeit durchsetzt. Einzige M├Âglichkeit damit umzugehen, ist eine kritische Gewichtung.

Es bleiben auch noch weitere Punkte anzumerken. Gerade bei seinen ersten Versuchen (ich zitiere aus dem Ged├Ąchtnis, da ich die B├╝cher nicht zur Hand habe) erlebte Schultz Probleme. Einige Probanden meinten es mit den ├ťbungen zu gut und suggerierten sich etwa Formeln, die die Wirkungen ├╝bertrieben oder schlichtweg nicht geeignet waren. Auf die Formel „Arm eiskalt“ verf├Ąrbte sich der Arm eines Probanden stark blau und bereitete Schmerzen. Schultz konnte derlei Vorf├Ąlle aber angeblich schnell durch Hypnose zur├╝cknehmen. Gerade bei Herz-├ťbungen sei aus diesem Grund jedoch Vorsicht geboten. Auch bei einfachen Ratgebern raten die Autoren bei Klienten mit Herz-Rhythmus-St├Ârungen von dieser ├ťbung ab. Ebenfalls problematisch zeigte sich die angenehme Stirnk├╝hle, die bei falscher Suggestion („Stirn eiskalt“ – der Proband wollte schneller Effekte erzielen) einige Komplikationen ausl├Âste.

Diese „Nebenwirkungen“ aber konnte Schultz sp├Ąter darauf zur├╝ckzuf├╝hren, dass er anfangs mit vielen Schwergesch├Ądigten zu tun hatte. Aus diesem Grund raten ├ärzte vor allem labilen Pers├Ânlichkeiten vom Autogenen Training ab. Es bleibt auch anzumerken, obzwar die Nebenwirkungen bei Autogenem Training heute als minimal gelten, so ist gilt dies meinem Erfahrungen nur f├╝r die Unterstufe. Ein bedenkenloses Sch├╝rfen in den Gruben der Seele sollte daher nicht stattfinden. Schultz selbst empfahl die Oberstufe nur unter Anleitung eines erfahrenen Psychaters durchzuf├╝hren, w├Ąhrend die Grundstufe weitgehend autodidaktisch erworben werden konnte. Gerade die Oberstufe birgt hier auch den vom Volksvater Schultz problematischen Kern und da wenige die Oberstufe wirklich praktizieren und an der Unterstufe scheitern, gibt es hierzu auch kaum mehr Ratgeber.

Meditation ohne Metaphysik?

Meditation ohne Metaphysik? (wikicommons CC_BY_SA byTevaprapas Makklay)

Das Autogene Training in seinen tieferen Formen der Oberstufe ist also mit Vorsicht zu genie├čen. Dar├╝berhinaus erscheint das Autogene Training aber auch gerade funktionalistisch konzipiert zu sein, was eben auch in die Zeit eines Weltkrieges passt. Es ist eine Selbstberuhigungspraxis, die gegen├╝ber der Welt gleichg├╝ltig machen soll. Es besteht der Verdacht, dass Menschen mit der vermeintlichen Losl├Âsung von der Welt auch einfach nur einen anderen Verdr├Ąngungsritus entwickeln.

Abschlie├čende Wertung zum Autogenen Training

Für den Soziologen ist klar, dass eine praktische THEORIE eben nur schwerlich ohne metaphysische Voreinstellungen der Gesellschaft auskommt. Für den Philosophen ist ebenso klar, dass sich jede Theorie unweigerlich metaphysischer Grundannahmen bedient und dass nur eine methodisch andauernde Kritik, eine Theorie wertvoll macht. Bei den Eitelkeiten, die auch Schultz beherrschten, bei seinem Karrierismus ist diese Kritik eher nicht zu vermuten. Daher müssen wir versuchen, das Autogene Training auf diesem Blog metaphysikkritisch zu beleuchten (Eine Ablehnung der Metaphysik kommt dabei nicht in Frage, da diese bei jeder Theorie vorausgesetzt ist. Wir müssen allerdings auf die Form der Metaphysik achten). Ich selbst habe bereits mit dem Autogenen Training positive Erfahrungen gemacht und die Vorteile liegen auf der Hand: So haben einige schon den Atlantik mit Faltbooten überquert und andere Sportler Olympiamedaillen errungen, weil sie konsequent die Methode anwendeten.

Ich werde hier in diesem Blog mein Tagebuch zum Autogenen Training ver├Âffentlichen und hoffe, dass dies auch andere motiviert teilzunehmen. Ich m├Âchte dazu einladen, bei diesen Selbsterfahrungen mitzumachen und vielleicht in den Kommentaren eigene Erfahrungen und Fortschritte mitzuteilen. Ziel ist es vor allem kritisch mit den Ergebnissen umzugehen, was den Erfolg einer letztlich durch uns verbesserten Methode nur bef├Ârdern kann. Ziel ist es auch, die Motivation zum Autogenen Training aufrecht zu erhalten, um letztlich ├╝ber die Unterstufe hinauszukommen.

In diesem Sinne abonniert diesen Blog per E-mail oder auf der Facebookgruppe und bitte teilt in den Kommentaren mit, ob ihr vielleicht Interesse habt. ├ťber eine Verbreitung freue ich mich nat├╝rlich auch. Norman Schultz.

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